Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 7/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,6/10
Svartanatt ist eine schwedische Rockband, die 2014 von Jani Lehtinen (Gesang & Gitarre), Daniel Heaster (Schlagzeug), Felix Gåsste (Gitarre) und Mattias Holmström (Bass) gegründet wurde. Lediglich der Bassist ist nicht mehr dabei. Zusätzlich haben die Schweden jetzt einen Keyboarder in ihren Reihen. Nach dem selbstbetitelten Debüt (2016) sowie dem Nachfolger „Starry Eagle Eyes“ (2018) ist nach fünfjähriger Pause „Last Days On Earth“ das dritte Studio-Album der Band, fertig gestellt.
Auf diesem Album gibt es eine Menge Untergangsstimmung, zumindest in den Texten.
So lautet das Statement der Musiker. Hören wir doch mal rein, wie sich das auf den Sound auswirkt.
„Demons In The Night“ startet mit bratenden Gitarren. Später sorgt der Einsatz der Hammond für eine Zeitreise in die siebziger Jahre, während die Refrains in bester AOR-Tradition stehen. „Mad Stranger“ ist dafür geradlinig voran preschender Rock. Und der Song kann am Schluss auch noch mit riesigen Gitarren-Solo punkten. Abwechslung wird weiterhin großgeschrieben. Bei „The Crows“ treffen Uriah Heep und Southern Rock aufeinander. Und das passt sehr gut zusammen. Bei „Child Of The Devil“ galoppieren die Gitarren und das Schlagzeug voran. Und treiben den Sänger zu Höchstleistungen an. „Keep On Movin“ setzt einen kleinen Ruhepunkt. Keine Ballade aber ein Midtempo-Rocker, mit sehr melodischen Gitarrenparts. Auch der Sänger hält inne. Ruhig geht es weiter, mit der Power-Ballade „Children Of The Sun“. Bei der Rock-Hymne „I’m Ready“ zieht das Tempo dann wieder an. Und die Hammond wabert. „Time Is On Your Side“ gehört dann erneut eher in den besinnlichen Bereich, mit melancholischer Grundstimmung. „Texas Dance“ erinnert ein klein wenig an die guten alten Doors, vor allem dank der ausdrucksvollen Keyboard-Passagen und der immer wieder auf den Punkt einsetzenden Gitarren Fragmente. „What You Want“ startet zunächst wie ein typischer Blues-Song. Später entwickelt sich daraus geradliniger Rock, mit sehr guter Gitarren-Arbeit. Das i-Tüpfelchen ist auch hier die Hammond. Und das erneut starke Gitarren-Solo. Im Schlusssong „Where I Belong“ lassen die noch einmal alle musikalischen Einflüsse Revue passieren. Ach, und es kommt noch ein neuer Farbtupfer hinzu. Ein Trompeten-Solo zum Abschluss. Das gibt es in diesem Genre auch nicht allzu oft.
„Last Days On Earth“ überzeugt durch eine moderne und druckvolle Produktion. Die einzelnen Instrumente werden akzentuiert herausgearbeitet. Das funktioniert natürlich nur deshalb, weil die Musiker ihre Instrumente beherrschen. Die vielen unterschiedlichen Stilrichtungen in den einzelnen Songs werden zu einer organischen Einheit zusammengebaut. Lediglich mit dem Album-Cover kann ich mich nicht so richtig anfreunden. Musikalisch ist das Album aber topp!
Svartanatt – Demons In The Night: https://youtu.be/olsoOuB6zjg?si=41afuu9ZIgDEqN7G
Lineup:
Jani Lehtinen – Vocals, Guitar
Felix Gåsste – Guitar
Anton Fors – Bass, Background Vocals
Martin Borgh – Organ, Keyboards
Daniel Heaster – Drums, Percussion
Label: The Sign Records
VÖ: 03. November 2023
Spieldauer: 45:37
Titelliste:
- Demons In The Night
- Mad Stranger
- The Crows
- Child Of The Devil
- Keep On Movin
- Children Of The Sun
- I’m Ready
- Time Is On Your Side
- Texas Dance
- What You Want
- Where I Belong
