German Metal Attack III 2014 over Hammaburg

Grave DiggerEin kalter Sonntagabend in Hamburg. Für die Nacht war Schneefall angedroht. Aber erst mal ging’s in die Markthalle. Die German Metal Attack III 2014 machte Halt in Hamburg. Also das Jahr mit harten Metal-Klängen verabschieden. Leider gab es am Einlass erneut Probleme mit meinem Photopass. Also die e-Mail vom Platten-Label vorgezeigt, der Chef der Markthalle war einverstanden und auch der Tour-Manager nickte. Alles klar. Die schwere Ausrüstung doch nicht vergeblich mitgeschleppt. Beim Ausstellen des Photopasses erfuhr ich dann, dass Heavatar wegen Krankheit eines Bandmitglieds nicht spielen können. Sehr schade, ich hätte das Neben-Projekt von Van Canto Mastermind Stefan Schmidt gern live erlebt. Mehr Bilder von diesem Abend gibt es Flickr.

WolfenSomit startete der Opener Wolfen erst zehn Minuten vor 20 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war der große Saal der Markthalle etwa zur Hälfte gefüllt. WolfenDie Kölner Band spielten einen gepflegten erdigen Powermetal und konnten mit ihrem halbstündigen Set bei den Fans durchaus punkten. Und ganz zum Schluss gelang es Ihnen, die Fans zum mitsingen zu bewegen. Belohnt wird der Auftritt durch kräftigen Beifall. Und den hatten sich die Jungs, die seit mehr als 20 Jahren auf der Bühne stehen auch redlich verdient. Ich habe selten so ein Brett  als Opener erlebt!

NiitrogodsNiitrogodsNitrogods wurden 2011 von ex-Primal Fear Gitarrero Henny Wolter gegründet. Und hinter der Schießbude sitzt mit Klaus Sperling von Freedom Call ein weiterer gestandener Musiker. Vervollständigt wird das NiitrogodsTrio durch Claus Larcher (genannt “Oimel”) an Bass und Mikrofon. Eine Dreiviertelstunde Roch’n’Roll und Heavy Metal vom Feinsten, mit deutlichen Psychobilly- und Blues-Einflüssen. Genial das “Schlagzeugsolo” auf der Bierflasche. Somit war selbstverständlich für sehr gute Stimmung bei den Fans gesorgt. Das bewiesen die vielen “Zugabe-Rufe” am Ende der Show.

Grave DiggerGrave DiggerEs ist schon traditionell, die Shows von Grave Digger beginnen mit dem Auftritt des Sensenmannes. Hinter der Maske verbarg sich jedoch nicht mehr Hans-Peter Katzenburg sondern der neue Keyboarder Marcus Kniep. Trotzdem war der Auftritt nicht weniger eindrucksvoll. Und dann legten die deutschen-Metal-Urgesteine so richtig los. Mit achtzehn Studioalben können Sie auch aus dem Vollen schöpfen. Songs aus allen Schaffensperioden wurden Grave Diggerpräsentiert. Obwohl nun schon fast 35 Jahren Bandgeschichte hinter ihnen, wirkten die Mannen um “Reaper” Chris Boltendahl immer noch frisch und waren voller Spielfreude. Chris nutzte die gesamte Breite der Bühne und animierte die inzwischen geschätzt 800 Fans zum Mitsingen, –klatschen und –schreien. Die Fans in der ersten Reihe begrüßte er Grave Diggermit Abklatschen. Ausnahme-Gitarrist Axel Ritt bestach durch geniale ausgedehnte Gitarren-Passagen. Natürlich durften an diesem Abend Hits wie “The Dark Of The Sun”, Ballad Of A Hangman”, “Excalibur” oder auch “Rebellion”, das den offiziellen Teil abschloss, nicht fehlen. Und natürlich ging es auch an diesem Abend nicht ohne Zugabe. Mit dem Kracher “Heavy Metal Breakdown” endete dann der Abend. Die Band ließ sich von ihren Fans feiern.

Grave Digger

 

Setlist

  • Return of the Reaper (Intro)
  • Hell Funeral
  • The Round Table (Forever)
  • Witch Hunter
  • The Dark of the Sun
  • Ballad of a Hangman
  • Seasons of the Witch
  • Grave DiggerLionheart
  • Wedding Day
  • War God
  • Hammer of the Scots
  • Tattooed Rider
  • Excalibur
  • Knights of the Cross
  • Rebellion (The Clans Are Marching)

Zugabe

  • Highland Farewell
  • Grave Desecrator
  • Heavy Metal Breakdown

Ein riesiger Konzertabend mit drei außergewöhnlichen Bands ging zu Ende. Fazit: Ganz klare Kaufempfehlung für die aktuellen Alben von Wolfen und Nitrogods und die deutliche Ansage, meine MP3-Sammlung durch weitere Alben von Grave Digger zu erweitern.

Und dann ging’s hinaus in Realität. Es war immer noch kalt. Und es schneite inzwischen. Schnutzig-weiße Nach-Weihnacht…

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