Elysion – Identity

Bewertung
Album (40%): 8/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,6/10

Die griechische Rock- und Metal-Band Elysion wurde 2006 von Sängerin Maxi Nil und Gitarrist Johnny Zero gegründet. Nachdem Maxi bereits zwei Jahre später die Band verließ, übernahm Christianna den Platz am Mikrophon. Mit ihr wurde das 2009er Album Debüt „Silent Scream“ veröffentlicht. Nach der EP „Killing My Dreams“ (2012) folgte 2014 „Someplace Better“. Danach gab es doch eine etwas längere Schaffenspause. Bis zum Erscheinen des Drittwerks „Bring Out Your Dead“ dauerte es ganze neun Jahre. Aber auf „Identity“ mussten die Fans erfreulicherweise nicht so lange warten.

Einige Synthieklänge leiten „Do Or Die“ ein, bevor Sängerin Christianna ruhig einstimmt. Aber schon setzen harte Riffs ein, ohne das Tempo jedoch wesentlich zu erhöhen. Ein melodischer Auftakt. Bei „Guardian Angel“ stampfen die Gitarren von Anfang los. Ein klein wenig schneller aber genauso melodisch. Zu den harten Riffs passt das dunkle Timbre der Sängerin hervorragend. Abgerundet wird das Ganze von einem starken Gitarren-Solo. Auch zu „Dead Loves“ ist zunächst eine Synthy-Einleitung zu hören, bevor später harte Riffs und ruhige Gitarren-Akkorde im Wechsel zu hören sind. Keyboard-Teppiche bringen einen Hauch Epik. Der Midtempo-Bereich wird erneut nicht verlassen. Bei „The Last Ride“ wird er elfenhafte Gesang von Christianna durch die bösen Growls von Konstantinos Togas (Nightrage, Herta) kontrastiert. Danach setzt die Power-Ballade „Declaration Of Darkness“ einen Ruhepunkt. Die Sängerin zeigt sich zunächst von ihrer gefühlvollen Seite. Aber auch härter Klänge und Gesangs-Passagen kommen nicht zu kurz. „Phoenix“ ist teilweise geprägt von harten stampfenden Riffs. Später ist dann die technisch verfremdete Stimme von Christianna zu hören, unterlegt von Industrial Klängen. Im Wesentlichen hört man jedoch druckvollen Midtempo Metal. Nach kurzer Synthie-Einleitung ist auch „Gravity“ rifflastig und wird von hartem Schlagzeugspiel angetrieben. In weiterer Gesangspartner ist bei „Harvest“ zu hören. Sakis Tolis (Rotting Christ) sorgt mit seinen Growls für eine härtere Gangart. Dem entsprechend wirkt auch Christiannas klare Stimme ein wenig härter. Auch „Moment In Time“ gehört dank der Riffs zu den härteren Songs des Albums. Erneut kann man das kraftvolle dunkle Timbre von Christianna genießen. „Broken“ ist dann wieder ein etwas „braverer“ melodischer Metal-Song. Zum Schluss folgt mit „Nighttime Whispers“ die zweite Ballade des Albums. Der betörende Gesang wird von akustischen und dezent eingesetzten elektrischen Gitarren begleitet.

„Identity“ ist ein hörenswertes und abwechslungsreiches melodisches Metal Album. Die einzelnen Songs bewegen sich zumeist im Midtempo-Bereich und sind sehr eingängig. Bei zwei der elf Songs sorgen harsche Growls für eine härtere Ausrichtung. Das ist sicherlich alles nicht neu. Aber die klare und kräftige Stimme von Christianna wird von den Instrumentalisten gut in Szene gesetzt.

Elysion – Guardian Angel: https://youtu.be/SlAzDNNrA1Q?si=SE3mSl–bHpltnlJ

Lineup:

Christianna aka Christiana Hatzimihali – Vocals
Johnny Zero – Guitars
Nid aka Nikos Despotopoulos – Guitars
J-Kon aka Jannis Konst – Drums

Label: Massacre Records

VÖ: 16. Oktober 2026

Spieldauer: 50:06

Titelliste:

  • Do Or Die
  • Guardian Angel
  • Dead Loves
  • The Last Ride
  • Declaration Of Darkness
  • Phoenix
  • Gravity
  • Harvest
  • Moment In Time
  • Broken
  • Nighttime Whispers
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