Hellgrimm – Resurrection

Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,8/10

Das Power Trio Hellgrimm aus San Antonio (Texas) wurde 2018 gegründet. Der Songwriter und Gitarrist Jerry Connor und die Schlagzeugerin und Sängerin Erica Missey stehen an der Spitze dieses musikalischen Dreigespanns. Für Album-Produktionen und Live-Auftritte greifen die beiden auf wechselnde Bassisten zurück. Für das aktuelle Album konnte Johnnie Kay gewonnen werden. Aber auch Erica und Jerry haben für die Aufnahmen zur Bassgitarre gegriffen. Das 2021er Studiowerk „The Hunger“ konnte ich seinerzeit rezensieren. Bereits ein Jahr später erschien der Nachfolger „Ritual“. Während die ersten vier Alben im Abstand von jeweils einem Jahr veröffentlicht wurden, dauerte bis zum fünften Album „Sacrifice“ zwei Jahre. Weitere zwei Jahre später ist nun „Resurrection“ fertiggestellt. Man sieht, die Musiker sind äußerst produktiv – sechs Alben innerhalb von acht Jahren Bandgeschichte sind schon beachtlich.

„Murder On My Mind“ – so heißt der Auftakt-Song. Und mörderisch braten die Gitarren und wummert das Schlagzeug. Der Gesang von Erica Missey ist teilweise sehr hektisch. Die Titelzeile schreit sie geradewegs heraus. Das rhythmische „Reign Of Terror“ ist ein klein wenig ruhiger und auch melodischer. Aber nicht weniger kraftvoll. Hier zeigt Erica, dass sie nicht nur schreien, sondern auch singen kann. Dazu kann man ein starkes Gitarren-Solo hören. Doomig klingende Gitarren bestimmen den Titelsong „Resurrection“. Das Schlagzeugspiel wirkt unaufgeregt und ist sehr rhythmisch. Auch der Gesang passt dazu. Beim Refrain klingt er etwas schräg. Für mich ist das einer der Höhepunkte des Albums, auch wegen der Gitarren-Soli. Die cleanen Gitarren zum Auftakt von „Embrace“ lassen zunächst eine Ballade vermuten. Aber weit gefehlt, die Riffs von Jerry Connor haben ein hohes Tempo, angetrieben von Ericas wildem Drumming. Eine Basslinie leitet „Dead Superstar“ bevor Schlagzeug und Gitarren die Führung übernehmen. „Voodoo Man“ ballert dann richtig los. Harte Riffs und erneut wummerndes Schlagzeug. Der Gesang ist zumeist melodisch. Beim Refrain sind jedoch wieder einige Disharmonien zu hören. Ganz schräg klingt das Gitarren-Solo, stark verzerrt mit so einigen Sound-Spielereien. Erneut gibt es eine kräftige Bass-Melodie bei „Ride Or Die“. Der Gesang wechselt zwischen ruhigem Klargesang und einigen gepressten klingen Passagen mit Schreien und Screams. Melodisch ist das ein Wechselbad der Gefühle. Dazu trägt auch das sehr hektische Gitarren-Solo bei. Mit „Dog Trash Must Die“ wird in den Hochgeschwindigkeits-Bereich gewechselt. Erica treibt sich selbst (als Sängerin) und ihre Mitstreiter förmlich an. Beim Kreator Cover „Outcast“ habe ich mich gefragt, wer hier den Gesangsteil übernommen hat. So harsch und fies klang es. Eine Nachfrage bei der Sängerin ergab, dass dieser tatsächlich aus ihrer Kehle stammt. Der Song selbst gehört zu den etwas langsameren auf dem Album. „Shooting Stars“ überrascht dann mit melodischen, zumeist klaren Gitarren, bewegt sich aber immer noch fernab von jeglichem Mainstream. Beim Bonus-Song werden die Rolling Stones gecovert. Für mich gehört „Sympathy For The Devil“ zu den besten Titeln auf dem Album. Der Gesangspartner von Erica Missey ist Viejo Ladrone von der US-Amerikanischen (Underground-) Band TBA – TX NOISE.

Auf „Resurrection“ sind gut vierzig Minuten unangepasster, wilder Heavy Metal und Hard Rock zu hören. Ich kann das Album leider nur mit „The Hunger“ vergleichen. Hellgrimm gehen konsequent ihren eigenen Weg, weitab ausgetretener Pfade. Der Sound wirkt frisch und ungeschminkt und verbreitet eine starke Thrash Atmosphäre. Die Album-Produktion ist klar und dabei sehr kraftvoll. Alle Metal Fans sollten hier einmal reinhören. 

Hellgrimm – Dog Trash Must Die: https://youtu.be/kJKmlEXfAJI?si=B7y3tfccv66pULdm

Lineup:

Erica Missey – Vocals, Drums, Bass (Studio)
Jerry Connor – Guitar, Bass
Johnnie Kay – Bass

Label: Burning V Records

VÖ: 13. Februar 2026

Spieldauer: 40:16

Titelliste:

  • Murder On My Mind
  • Reign Of Terror
  • Resurrection
  • Embrace
  • Dead Superstar
  • Voodoo Man
  • Ride Or Die
  • Dog Trash Must Die
  • Outcast (Kreator cover)
  • Shooting Stars
  • Sympathy For The Devil (The Rolling Stones cover, Bonus Track)

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