Ostern 2014. Vom 18. bis 20. April ging das Power Prog & Metal Fest im belgischen Mons über die Bühne. Inzwischen zum fünften Mal. Ich war dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Festival und das gleich mit einem Photo-Pass. Alle Bilder gibt es auf Flickr: https://flic.kr/s/aHsjXs3FL6
Angereist bin ich bereits einen Tag davor. So blieb etwas Zeit, um sich die Stadt etwas näher anzuschauen. Mons (niederländisch und deutschen “Bergen”) liegt im überwiegend französischsprachigen Wallonien, einer der drei belgischen Regionen. Beeindruckend ist der historische Stadtkern mit Waltrudiskirche, Belfried und dem Grand Plaza. Auf diesem fand am Karfreitag der Blumenmarkt statt. Zur Zeit wird viel gebaut und das Stadtzentrum rekonstruiert. 2015 wird Mons europäische Kulturhauptstadt
Das dreitägige Festival fand statt in einer großen Mehrzweckhalle, der Lotto Mons Expo. Auf zwei Bühnen. Dadurch wurden die Umbaupausen auf ein Minimum reduziert.
Einlass kurz nach 17:00 Uhr. Als erstes natürlich den Photopass holen und danach ein köstliches belgisches Bier trinken. Kurz vor der ersten Show eröffnete eine Blasmusik-Metal-Kapelle das Festival. Attila & les Huns II,III,IV aus Frankreich. Ein klein wenig Wacken – Feeling.
Die erste Band des Abends, Monument aus England lieferten beste Unterhaltung im Stile des New Wave of Britisch Heavy Metal (NWOBHM). In bester Tradition von Saxon, Judas Priest oder Iron Maiden. Riesig!
Danach eine Band, die ich schon lange einmal sehen wollte, Kells aus Frankreich mit Frontfrau Virginie Goncalves. Und die explodierte förmlich auf der Bühne. Und was für Stimme. Ständige Wechsel zwischen Death Metal Growls und wunderschönem Klargesang. Dazu ein druckvoller Sound. Ich würde Kells gern noch einmal live erleben, am Besten auf dem Metal Female Voices Fest im belgischen Wieze!
Und dann ging es weiter mit hochklassigem Metal englischer Prägung. Furyon, irgendwo in der Schnittmenge zwischen Dream Theater, Alter Bridge und Iron Maiden.
Die nächste Band, Epysode, hinterließ bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Zum einen wunderschönen Melodiebögen und großartige Stimmen, dann aber auch wieder relativ chaotisches Prog-Gefrickele. Aber das für mich Positive überwog trotz allem.
Als kleine Einlage spielten zwischen den Show wieder Attila @les Huns II, III, IV.
Mit Pagan’s Mind wurde meinen Musikgeschmack schon eher entsprochen. Die Norweger spielten schnörkellosen Progressiv Metal. Guter Klar-Gesang, schöne Melodien und überzeugende Gitarren-Riffs.
Als nächstes folgte einer der Festival-Höhepunkte, zumindest für mich. In Extremo. Kraftvoller Folk Metal. Ich bin immer wieder begeistert, was für einen druckvollen Sound Dudelsäcke erzeugen können. Dazu die diversen anderen volkstümlichen Instrumente, druckvoll unterstützt von Gitarre, Bass und Schlagzeug. Und Michael “Das letzte Einhorn” Rhein war bei bester Stimme. Allerdings fehlte, verständlicherweise, die Kommunikation mit dem Publikum, wie es auf deutschen Bühnen üblich. Ein Super-Konzert.
Den Abschluss des Abends lieferten die Schweden von Pain, dem Seitenprojekt Peter Tägtgren (Hypocrisy). Gut gemachter Metal. Aber einen Headliner-Status hat Pain für mich jedenfalls nicht.
Ein starker Festival-Auftakt. Machte Lust auf mehr!
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Nette Fotos, aber nur so ein kleiner Tipp am Rande von jemandem der den job eines Festivalfotografen schon seit mehr als 30 Jahren macht . Man fotografiert nicht nur die „hässlichen“ Menschen auf der Bühne sondern zu einem gelungenen Festival-Fotopackage gehören zu mindestens 30 % auch Fotos vom Publikum um die Stimmung einzufangen. Du kannst hier mit den tollsten Fotos von My Dying Bride auflaufen, wenn man nicht weiß, dass nur ein paar Leute im Publikum das Konzert gesehen haben, was wirklich schade gewesen ist…