Malignea ist eine portugiesische Metal-Band. In ihrer Heimat gehören sie zu den beständigsten und innovativsten Bands. Seit der Gründung im Jahr 2022 spielt die Band in unveränderter Besetzung. Das selbstbetitelte Debüt wurde 2023 veröffentlicht Im September des letzten Jahres erschien der Nachfolger „A Aldeia“. Die Songtexte sind ihrer Muttersprache verfasst. Auch live ist die Band aktiv. Die Release Show zum aktuellen Album fand im Lissaboner Club República da Música statt. An diesem Abend standen sie gemeinsam mit Outshine (Schweden) und Paula Teles (Portugal) auf der Bühne.
Das Intro „Laudes“ ist melodisch. Erfreulicherweise beschränkt sich die Band nicht nur auf irgendwelche Sound-Spielereien. Nach akustischem Gitarrenspiel folgt eine Steigerung mit harten Gitarren-Riffs. Bei „A Dança“ wird sofort Fahrt aufgenommen. Schlagzeuger Luís Abreu treibt seine Mitstreiter regelrecht an. Isabel Cristina singt in höchsten Tönen, welche zumeist sauber intoniert werden. Das Gitarrenspiel wirkt stellenweise etwas hektisch. Auch „A Bruxa“ bewegt sich im Hochgeschwindigkeits-Bereich. Die Sängerin zeigt, dass sie auch die etwas tieferen Töne beherrscht. Ein Solo der galoppierenden Gitarren zeigt die Fähigkeiten der Musiker. Der Titelsong „A Aldeia“ beginnt mit akustischen Gitarren-Akkorden. Auch später wirkt der Song etwas ruhiger. Epische Chorusse sind zu hören. Im Wechsel damit sorgen Kampf-Geschreie und -Gesänge für eine etwas martialische Atmosphäre. Ansonsten ist der Song rein instrumental. Dafür gibt es in „O Poço“ wieder Gesang im hohen Sopran-Bereich. Der Song ist noch etwas ruhiger, eine beschauliche Ballade. Das folgende „O Moinho“ hat eine epische Länge von fast elf Minuten. Getragene, fast majestätisch wirkende Gitarren-Riffs bestimmen diesen Song zunächst. Erst gegen Ende wird es etwas schneller. Erneut sorgen Chorusse für viel Epik. Ruhig, wie der Song startet klingt er auch aus. Mit der Ruhe ist beim letzten regulären Track „O Rei do Inferno“ vorbei. Obwohl er nicht an das hohe Tempo zu Beginn heranreicht. Die Sängerin steuert hohe Vokalisen bei. Das Outro „Vésperas“ wird bestimmt von akustischen Gitarren.
Von den siebenundvierzig Minuten Gesamtspielzeit entfallen mehr als viereinhalb Minuten auf Intro und Outro. Das ist wohl doch etwas viel. Die verbleibenden sechs regulären sind alle länger als sechs Minuten, einer davon wie gesagt auch fast elf. Die Musiker haben also pro Song viel zu sagen. Dadurch wirkt das Album, zumindest in der zweiten Hälfte, etwas langatmig. Der Gesang von Isabel Cristina bewegt sich zumeist im hohen Sopran, bietet aber relativ wenig Abwechslung. Unterm Strich ist „A Aldeia“ ein gutes Album. Trotzdem haben Malignea noch viel Luft nach oben.
Malignea – O Poço: https://youtu.be/NwuVHu0TEEo?si=XBk3rmsg2-HWQa8k
Lineup:
Isabel Cristina Cavaco – Vocals
Luís Possante – Guitars
João Pedro Ribeiro – Guitars
Miguel Sampaio – Bass
Luís Abreu – Drums
Label:
Ethereal Sound Works
VÖ: 25. September 2025
Spieldauer: 47:24
Titelliste:
- Laudes
- A Dança
- A Bruxa
- A Aldeia
- O Poço
- O Moinho
- O Rei do Inferno
- Vésperas
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