Aber wir versuchen, immer im Symphonic-Metal-Genre zu bleiben – Interview mit Manora

Manora sind keine ganz junge Band. Aber sicherlich wenig bekannt. Vor allem außerhalb ihres Heimatlandes, der Niederlande. Seit wann die Band existiert, konnte ich bisher nicht herausbekommen. Im Jahr 2017 erschien die Debüt-EP „Dreamshapes“. Und Mitte Oktober diesen Jahres folgte das Debüt-Album „Brave The Storm“. Sängerin Mirte van der Ham stellte sich meinen neugierigen Fragen.

KoR: Hallo. Ich bin Rainer und freue mich, dass ich dieses Interview mit Euch führen kann. Wie geht es Euch?

Mirte: Hallo Rainer, danke, dass du uns die Gelegenheit gibst, über unsere Musik zu sprechen! Mir geht es gut, obwohl wir hier in den Niederlanden leider wieder Lockdown sind. Aber ich bin gesund und darüber bin ich sehr glücklich.

KoR: Bis vor Kurzem habe ich noch nichts von Euch gehört. Ich denke vielen Fans geht es ähnlich. Stellt Euch bitte kurz vor.

Mirte: Wir sind Manora, eine Symphonic Metal Band aus den Niederlanden. Die Band entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen Ivo und Arthur und nach mehreren Besetzungswechseln, in unserer jetzigen Besetzung, starteten wir 2016 und veröffentlichten 2017 unsere erste EP „Dreamshapes“. Seitdem treten wir in den Niederlanden auf, obwohl wir nicht auf Tour waren, da wir alle neben der Band Vollzeitjobs haben.

KoR: Wie stabil ist Eure Bandbesetzung? Wie geht Ihr mit Wechseln in der Besetzung um.

Mirte: Seit 2016 haben wir dieselbe Besetzung, und das soll auch so bleiben, denn wir kennen uns inzwischen so gut und haben eine echte Beziehung, wenn wir gemeinsam Musik produzieren. Außerdem bringt jeder von uns etwas Neues in den Songwriting-Prozess ein. Sollte es zu einem Besetzungswechsel kommen, dann denke ich, dass wir es schaffen werden, uns wieder an eine neue Person zu gewöhnen, aber es wäre sicher schwer.

KoR: Zwischen der Debüt-EP und dem aktuellen Album liegen vier Jahre. Was habt Ihr in dieser Zeit gemacht?

Mirte: Hauptsächlich eine Menge Auftritte und das Schreiben neuer Songs. Wie ich schon sagte, machen wir das alle neben unseren Vollzeitjobs, also müssen wir einfach akzeptieren, dass es ein langsamerer Prozess ist.

KoR: Wie hat die Corona-Pandemie die Produktion des Albums beeinflusst?

Mirte: Die Produktion des Albums selbst nicht so sehr, weil wir den größten Teil des Albums separat aufnehmen konnten. Aber die Aufnahme des Musikvideos und die Erstellung schöner Bandfotos haben einige Zeit in Anspruch genommen, weil wir uns sehr lange nicht mehr treffen konnten. Da außerdem alle Konzerte abgesagt wurden, hatten wir nicht viel Geld, um das Album zu finanzieren. Deshalb hatten wir uns entschlossen, eine Crowdfunding-Kampagne zu starten.

KoR: Wie schreibt Ihr Eure Songs? Gibt es einen Hauptsongwriter oder geschieht das in Teamwork?

Mirte: Normalerweise ist es Ivo (unser Gitarrist), der die grundlegende Idee für den Song hat, und er nimmt ein Demo auf. Dann fängt Arthur an, über Synthesizer-Parts nachzudenken, und ich fange an, Texte zu schreiben. Als wir gerade als Band angefangen haben, waren es hauptsächlich Ivo und Arthur, aber jetzt ist jeder am Schreiben der Songs beteiligt.

KoR: Wie unterscheiden sich EP und Album musikalisch?

Mirte: Die EP wurde aufgenommen, als wir erst seit weniger als einem Jahr als Band zusammen waren. Die meisten Songs waren bereits geschrieben, bevor ich, Tijn und Tomasz zur Band gestoßen sind, also würde ich sagen, das Album ist mehr „wir“ im Vergleich zur EP.

KoR: „Brave The Storm“ wurde vor einigen Wochen veröffentlicht. Wie zufrieden seid Ihr mit dem Ergebnis.

Mirte: Wir sind absolut erstaunt über die vielen positiven Reaktionen, die wir bisher erhalten haben. Wir sind wirklich stolz auf das Ergebnis, aber es ist immer ein bisschen ungewiss, ob wir es für die Öffentlichkeit herausbringen können. Ich bin wirklich froh, dass es bisher allen zu gefallen scheint.

KoR: Wie sind die Reaktionen von Fans und Presse auf Euer Debüt?

Mirte: Wie ich schon sagte, haben wir hauptsächlich positive Reaktionen erhalten. Natürlich vergleichen uns einige Leute mit Bands wie Nightwish, Within Temptation und Epica, aber ich sehe das als Kompliment.

KoR: In Eurem Heimatland gibt bzw. gab es viele bekannte Metal Bands. Ich denke da nur Within Temptation, Epica, Delain, After Forever, Stream of Passion, Vetrar Draugurinn, Kingfisher Sky, und, und, und. Wie ist das für Euch, in solche großen Fußstapfen zu treten?

Mirte: Wir fühlen uns wirklich geehrt, wenn jemand unseren Namen in einer solchen Liste großartiger Bands nennt. Ich war schon immer ein großer Fan von vielen dieser Bands, daher fühlt es sich manchmal ein bisschen surreal an.

KoR: Nicht nur in den Niederlanden gibt viele Symphonic Metal Bands, sondern auch weltweit. Wodurch unterscheidet Ihr Euch von anderen Bands dieses Genres?

Mirte: Ich glaube, viele Bands versuchen heutzutage, eine Menge Pop-Einflüsse in ihre Musik einzubauen. Wir versuchen zwar, eingängige Songs zu schreiben, aber wir versuchen, immer im Symphonic-Metal-Genre zu bleiben.

KoR: Welche Pläne habt Ihr für die Zukunft? Werdet Ihr nach Corona mit Eurem Album auf Tournee gehen?

Mirte: Ich weiß nicht, ob wir eine große Tournee machen werden, aber wir wollen auf jeden Fall mehr Gigs spielen, sobald diese Pandemie vorbei ist. Hoffentlich werden wir im Sommer ein paar Festivals spielen und vielleicht auch ein paar Gigs außerhalb der Niederlande. Ich freue mich wirklich darauf, endlich wieder auf der Bühne zu stehen.

KoR: Ich bedanke mich noch einmal für dieses Interview. Möchtet Ihr den Fans zum Schluss noch etwas sagen?

Mirte: Ich danke Dir für diese Möglichkeit. Ich möchte unseren Fans ganz herzlich für ihre fortwährende Unterstützung danken, Ihr seid großartig!

Manora sind:

Mirte van der Ham – Vocals
Ivo Visser – Guitar
Arthur Stok – Keyboard
Tomasz Kisielewicz – Bass Guitar
Tijn Scholtze – Drums

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