Lucifer – Lucifer IV

Cover_kleinBewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8,4/10

Lucifer haben ihr Domizil Stockholm, der Hauptstadt Schwedens. Die Band ist international aufgestellt. Früher wohl mehr als heute. Offensichtlich ist Sängerin Johanna Platow Andersson die einzige Nichtschwedin. Aber auch sie lebt seit geraumer Zeit in dem skandinavischen Land. Sie hat die Band auch im Jahr 2014 in Berlin gegründet. Als Einflüsse werden u.a. Black Sabbath, Pentagramm und Blue Öyster Cult genannt. Mehr als zweihundert Live-Shows stehen zu Buche, in Europa, Kanada, den USA und Japan, sowie auf vielen Festivals. Und Oktober erschien nun das vierte Album. Wie schon bei den Vorgängern wurde einfach durchnummeriert. Erinnert irgendwie an Led Zeppelin oder Danzig. 

Band_Pic_1_kleinMit „Archangel Of Death“ gibt es gleich einen richtigen Kracher zu Beginn. Der Song ist so was von Retro. Die Gitarren jaulen förmlich. Und Sängerin Johanna Platow Andersson hat ungemein viel Blues in ihre Stimme. Aber der Gesang ist stark technisch bearbeitet. Das hat die Front-Röhre doch sicherlich nicht nötig. Macht nichts, die Gitarristen reißen es mit ihren Soli wieder raus. Ganz anders bei „Wild Hearses“. Geht ganz klar in Richtung frühe Black Sabbath. Für mich das absolute Highlight. Auch weil ich ein großer Sabbath Fan bin.  Was für ein Kontrast liefert dann „Bring Me His Head“. Wesentlich rockiger. Klingt hier ein Touch vom 70er Jahre Alice Cooper durch? Die großartige Orgel-Einleitung macht „Mausoleum“ alle Ehre. Und man mag es fast gar nicht glauben. Bei aller bisher verbreiteten Power. Das kurze instrumentale Zwischenspiel „The Funeral Pyre“ ist eine herzergreifende Ballade, Streicher, Piano und akustische Gitarre. Was braucht man da mehr? Dafür stampft „Cold As A Tombstone“ dann erhaben vor sich hin. Dieser Rhythm and Blues Song hat eine heftige psychedelische Schlagseite. Hier werden Erinnerungen an The Devils Blood wach. „Nightmare“ klingt dann passenderweise sehr düster, teilweise verstörend. Nicht nur dank des Donnergrollens zu Beginn. Auch das ruhigere „Orion“ verbreitet kurz vor Schluss noch einmal eine psychedelische Atmosphäre. Der Rausschmeißer „Phobos“ ist dann wieder etwas rockiger. Ohne dabei jedoch die Angst zu verbreiten, die im Namen steckt. Zumindest nicht in musikalischer Hinsicht. Dafür brillieren die beiden Gitarristen noch ein letztes Mal.

Es braucht schon einige Durchläufe, bis „Lucifer IV“ seine düstere und morbide Wirkung erzielt. Das liegt auch mit daran, dass es auf dem Album kaum Ohrwürmer gibt. Aber bei diesem bluesigen und doomigen Soundgebilden ist das auch nicht unbedingt erforderlich, denke ich. Man wird hier förmlich überwältigt von Urgewalt, die da aus den Boxen quillt. Ein sehr gutes Album. Für Genießer.

LUCIFER – Crucifix (I Burn For You) (OFFICIAL VIDEO): https://youtu.be/-ZRyuciuKtE

Lineup:

Johanna Platow Andersson – Vocals
Nicke Andersson Platow – Drums
Linus Björklund – Guitar
Martin Nordin – Guitar
Harald Göthblad – Bass

Label: Century Media Records/Sony Music

VÖ: 29. Oktober 2021

Spieldauer: 45:50

Titelliste:

  • Archangel Of Death
  • Wild Hearses
  • Crucifix (I Burn For You)
  • Bring Me His Head
  • Mausoleum
  • The Funeral Pyre
  • Cold As A Tombstone
  • Louise
  • Nightmare
  • Orion
  • Phobos

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