Manora – Brave The Storm

Brave the stormBewertung
Album (40%): 7/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 7,6/10

Die Niederlande sind ein Füllhorn an Symphonic Metal Bands. Ich sage nur Within Temptation, Epica sowie die nicht mehr existierenden Delain, After Forever oder Stream of Passion. Und viele mehr. Man lernt ständig neue kennen. Manora wurden vor einigen Jahren gegründet. Wann genau ließ sich nicht ermitteln. In der überkurzen Bio wird von Besetzungswechseln im Jahre 2016 gesprochen. Wie auch immer. Ein Jahr später erschien die erste EP “Dreamshapes”. Offensichtlich wurde die Zeit während der COVID-19 Pandemie für Songwriting und Studioaufnahmen genutzt. Mitte Oktober erschien dann das Debüt-Album “Brave The Storm”, das in Eigenverantwortung vertrieben wird. Basis dafür war eine Crowdfunding-Kampagne, bei der knapp 80% des Zielbetrages eingenommen wurden.

Manora6Melodiöse Uptempo-Songs. Dazu bombastische Chorusse und orchestrale Keyboards, gepaart mit einigen härteren (Metal-) Riffs. Das ist das Rezept auf “Brave The Storm”. Das hört man bereits auf dem Opener “System Shutdown”. Nach etwa einminütigem Intro. Der Gesang von Mirte van der Ham klingt angenehm, obwohl im Sopran angesiedelt ohne extreme schrille Höhen. Das setzt sich bei “The Traveler” fort. Bombastisches Intro, dann aber ein wenig schneller. Hier treibt vor allem der Double Bass voran. Bisher gab es bereits einige gefällige Gitarren-Passagen. Das kurze Gitarrenintermezzo in der Midtempo-Hymne “Break Your Fall” kann man als sehr gelungen bezeichnen, melodisch, aber trotzdem filigran. Bei “Wired To Obey” blickt der Hörer erstaunt auf, startet der Song doch mit Industrial Anleihen. Aber dann setzt sich der melodische Rock erneut durch. Für ein wenig Abwechslung sorgen die kurzen ruhigen Gesangs-Passagen. Und nach demselben Strickmuster geht es dann auch im Folgenden weiter, ob “Pull The Strings”, “Another Destiny” oder auch “Dreamshapes” . Dazwischen setzt die Piano-/Streicher-Ballade “The Heavens” einen angenehmen Ruhepunkt. Augen schließen und Träumen. Ein weiterer Höhepunkt ist “Symphony Of Lies”, eine vielschichtig angelegte Midtempo-Hymne.

“Brave The Storm” ist ein Album mit Licht und Schatten. Manora haben Händchen für schöne Melodien. Und eine Sängerin, deren Stimme überzeugen kann. Allerdings fehlt es den einzelnen Songs etwas an Abwechslung, wenn man von einigen Ausnahmen (“The Heavens”, “Symphony Of Lies”, “A Beautiful Tragedy”) absieht. Auch wird hier der Bombast nicht allzu sehr überzogen. Allerdings fehlen auch die richtig harten Metal-Anleihen. Trotz allem ist der Band ein recht gutes Debüt gelungen. Bis zum Einzug in die Spitzengruppe des niederländischen Symphonic Metal ist es aber noch ein steiniger Weg.

Manora – Wired to Obey: https://youtu.be/g4g98ZHziyI

Lineup:

Mirte van der Ham – Vocals
Ivo Visser – Guitar
Arthur Stok – Keyboard
Tomasz Kisielewicz – Bass Guitar
Tijn Scholtze – Drums

Label: Selbstrelease

VÖ: 15. Oktober 2021

Spieldauer: 01:00:23

Titelliste:

  • System Shutdown
  • The Traveler
  • Break Your Fall
  • Wired To Obey
  • Pull The Strings
  • Endgame
  • Another Destiny
  • The Heavens (Are A Picture Frame)
  • Symphony Of Lies
  • Dreamshapes
  • The Sacrifice
  • A Beautiful Tragedy

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