Vetrar Draugurinn – The Night Sky

The-Night-Sky-002-scaledBewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,8/10

Zwei Jahre sind vergangen seit dem Album Debüt “Hinterlands”. Nun legen Vetrar Draugurinn nach. Die Veröffentlichung von “The Night Sky” ist für Anfang Oktober terminiert. Die erste gute Nachricht, es gab keine Änderungen in der Besetzung. Also sollten die Niederländer kontinuierlich gearbeitet haben können. Mal abgesehen von den Auswirkungen, die die weltweite Pandemie mit sich brachte. Allerdings erscheint der Nachfolger auf einem anderen Label, ihrem eigenen unter dem Namen Dark Skies Coming. Das Album ist über diverse Streaming-Dienste, die Bandcamp-Seite der Band sowie über weitere Webseiten verfügbar, geschuldet den einschneidenden Veränderungen in der Musikindustrie.

Vetrar-Draugurinn-2021-006-scaledWie man es bereits vom Vorgänger weiß, sind Vetrar Draugurunn Meister der Entschleunigung. Das merkt man auch vom ersten Ton an. Tiefer gestimmte Gitarren, ruhige Riffs und Hooklines, (be-)drückende Basslinien. Selbst der Double Bass wirkt verlangsamt. Das i-Tüpfelchen ist natürlich der der ätherisch anmutende Gesang von Frontfrau Marjan Welman. Da mag man selbst in Schwermut versinken. “The Observer” wird somit zur absolut passenden Einleitung. Geht es noch düsterer? Auf jeden Fall, wie die Niederländer beim Titelsong “The Night Sky” beweisen. Passend dazu ist auch der Gesang noch etwas tiefer angesiedelt. Bei “Lansdown Hill” kann man als Gastsänger Mark Kelson von den australischen Dark Metallern The Eternal hören. Cleane und akustische Gitarren? Auch die gibt es hier, bei “The Fear Of Letting Go”, konterkariert von tiefen Mellotron-Klängen. Ein äußerst düsteres Instrumental par excellence. Und nein, das ist mit Sicherheit kein Zwischenspiel, bei einer Länge von mehr als sechs Minuten. Für die Komposition war hierfür nicht Eric Hazebroek zuständig, sondern der zweite Gitarrist Thomas Cochrane. Dagegen klingt “The Lonely” schon fast beschwingt. Obwohl auch hier die Düsternis dominiert. “Our Lady Of Perpetual Emptiness” klingt als müssen die Musiker danach etwas verschnaufen, so ruhig und besinnlich wirkt der Song. Mit einem minimalistisch wirkenden Einsatz der einzelnen Instrumente. Das scheint die Ballade auf dem Album zu sein. “As I Drift On An Ocean Towards A Distant Shore” startet mit Industrial Klangspielereien. Aber schon bald dröhnen auch hier die tiefen Gitarrenriffs aus den Boxen. Sind schon die anderen Songs auf “The Night Sky” nicht gerade kurz, der Schlusssong “Reynisfjara” übertrifft sie alle um Längen. Benannt nach einem schwarzen Sandstrand auf Island. Passend hört man dazu am Schluss das Rauschen an den Strand rollender Wellen. Damit schließt sich der Kreis zum Band-Namen (Vetrar Draugurinn = isländisch für Wintergeister). Ein abwechslungsreiches kleines Epos als krönender Abschluss.

Auf “The Night Sky” präsentieren die Niederländer epischen Doom der Spitzenklasse. Sie stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass man für Erschaffung düsterer Klangwelten nicht unbedingt aus dem hohen Norden Skandinaviens mit seinen extrem langen Winternächten stammen muss. Vetrar Draugurinn haben die konzertfreie Zeit hervorragend genutzt. Acht Soundgiganten sind das Ergebnis.

Vetrar Draugurinn – „The Night Sky (Official Lyric Video): https://youtu.be/Sbu1vCRMMUk

Lineup:

Marjan Welman – Vocals
Eric Hazebroek – Guitar, Mellotron
Thomas Cochrane – Guitar
Arjan Heijden – Bass
Jim van de Kerkhof – Drums, Percussion

Label: Dark Skies Coming

VÖ: 01. Oktober 2021

Spieldauer: 54:55

Titelliste:

  • The Observer
  • The Night Sky
  • Lansdown Hill
  • The Fear Of Letting Go
  • The Lonely
  • Our Lady Of Perpetual Emptiness
  • As I Drift On An Ocean Towards A Distant Shore
  • Reynisfjara

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