Spitfire – Do Or Die

SpitFire_DoOrDie_Cover_3000px_RGBBewertung
Album (40%): 8/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8/10

Sucht man in der Encyclopaedia Metallum nach Spitfire findet man acht Ergebnisse. Jedoch die Protagonisten, um die es in folgenden gehen soll, sind nicht darunter. Auch der Pressetext des Labels hält sich mit Informationen bedeckt. Aber zum Glück hat die Band eine eigene Webseite, mit einer recht ausführlichen Biographie. Die Band wurde 2011 als Nachfolgeprojekt einer Münchner Schulband gegründet. Es gibt also in diesem Jahr ein kleines Jubiläum zu feiern. Entdeckt bei ihrem dritten (!) Live-Auftritt (als Support für Serum114 im Szeneclub Backstage in München), konnte das Trio alsbald auch einen Plattenvertrag an Land ziehen. Kurz darauf ging es schon auf D-A-CH-Tour. Auftritte in größeren Arenen und Festivals folgten. Zwei EPs und zwei Alben folgten. Wobei die letzte Veröffentlichung bereits sechs Jahre zurückliegt. Das war das Jahr, in dem sich der Tieftöner verabschiedete und die Band nur noch ein Duo war. Doch die Zeit der Stille ist vorbei. “Der Sturm nach der Ruhe!” (Zitat Band-Webseite) ist da. Und mit diesem das neue Album “Do Or Die”.

SpitFire (01) by Alen Ljubic“Ride It Like You Stole It” – der Titel verspricht viel. Und hält viel. Spitfire rocken von Anfang an richtig los. Man mag es gar nicht glauben, dass das Trio der Punk Rock Szene entsprungen ist. Stil? Melodischer Hard Rock mit einer leichten Stoner-Schlagseite. Die immer wieder eingestreuten Gitarrensoli werten den Song noch auf. Und melodisch geht es bei “Like A Lady” weiter. Das Video dazu kann man sich auf YouTube anschauen. Was auffällt ist die Kürze der einzelnen Songs. Maximal dreieinhalb Minuten. Damit sollte der eine oder andere durchaus Einzug in Playlists von Radio-Stationen finden. Massenkompatibel sind sie allemal, ohne sich jedoch an den Mainstream anzubiedern. Gutes Beispiel dafür ist der Titelsong “Do Or Die”. Kurz, knackig, rockig, zum Tanzen animierend. Und wie schon gesagt, immer wieder hochkarätige Gitarrenarbeit. Ich glaube, der Titel “80s Rockstar” umschreibt die Einflüsse der Band sehr gut. Klassischer Hard Rock aus der genannten Ära. Beim balladesken “Sacrifices” lassen es Spitfire ruhiger angehen. Dieser Song ist einer meinen Favoriten. Das Tom Petty Cover “Out In The Cold” ist dann eine Reminiszenz an die Wurzeln der Band. Ein weiterer meiner Favoriten. Mit “Another Mile” findet sich ein weiterer Ruhepunkt auf dem Album. Der kratzige Gesang wird hier teilweise von akustischen Gitarren unterlegt. Dazu ein blueslastiges Gitarrensolo. Und für den Schlusssong, den Rocker “Too Much Is Never Enough”, hat man sich noch einen bekannten Gitarristen eingeladen, Frank Pané (Bonfire, Sainted Sinners, Dark Blue Inc). Mit seinem Solo sorgt er für einen weiteren Höhepunkt.

Dank der bereits erwähnten geringen Songlänge passen dreizehn Songs in die Albumspielzeit von nur etwas mehr als 42 Minuten. In der Kürze liegt Würze. Spitfire vergeuden keine Zeit mit langatmigen Intros, sondern kommen stets schnell auf den Punkt. Der Sound des Albums ist Top. Kein Wunder, wenn man weiß, dass niemand geringeres als Alexander Krull das Album gemastert hat. Das ist wirklich der Sturm nach der Ruhe. Und ein gelungenes Comeback. Aber zehn Jahre nach Gründung sollten die Musiker mal über diese albernen Künstlernamen nachdenken.

Spitfire – Like A Lady: https://youtu.be/RkfUhBPFWUc

Lineup:

Dick Dropkick – Vocals, Guitars, Bass
Nikk Nitro – Drums, Backing Vocals

Aktuelles Lineup:

Dick Dropkick – Vocals, Guitars
Tony Törpedo – Bass, Backing Vocals
Nikk Nitro – Drums, Backing Vocals

Label: Massacre Records

VÖ: 17. September 2021

Spieldauer: 42:20

Titelliste:

  • Ride It Like You Stole It
  • Like A Lady
  • Writings On The Wall
  • Do Or Die
  • 80s Rockstar
  • Death Or Glory
  • Sacrifices
  • Die Like A Man
  • Out In The Cold
  • Eye For An Eye
  • Can You Feel The Fire
  • Another Mile
  • Too Much Is Never Enough

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