Queen of Distortion – Checkmate!

coverBewertung
Album (40%): 10/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 9,2/10

Ein bemerkenswert treffender Name für die sympathische Metal Band aus Braunschweig. Distortion einerseits ist eine Gesangstechnik, die Sängerin Chris perfekt beherrscht und präsentiert, andererseits ist da „The Queen“ als fiktiver Charakter einer Story, die sich durch ihre Musik zieht.

So erklärt der kleine Presse-Flyer den Bandnamen. Aber über historische Angaben zu Band und Musiker muss man schon das Internet bemühen. Gegründet wurden Queen of Distortion im Jahr 2018. Im selben Jahr erschien dann auch die Debüt-EP “Rising From The Fallen”. Zwei Jahre später folgte eine Live-EP. Und in diesem Jahr wurden drei Single und eine weiter Live-EP veröffentlicht, bevor im Juli das erste abendfüllende Album “Checkmate!”. Ich lernte Band im Rahmen der Veranstaltungsreihe Coroncert kennen, oder besser gesagt, ich sah sie in einem Livestream, der aus der Nähe von Hannover übertragen worden ist. Und die Musiker konnten mich sofort begeistern. Logisch, dass ich mir das Debüt etwas genauer anhöre.

Queen of Distortion - PhotoNomen est Omen? Der Opener “Throne Of Destruction” ist nicht so destruktiv, wie man anhand des Titels vermuten konnte. Nichtsdestotrotz ein richtiger Speed-Kracher. Die Gitarristen feuern Riff auf Riff ab. Und zeigen ein ums andere Mal ihr Können an den Gitarren mit grandiosen Soli. Sängerin Chris thront jedoch über allem. Eine wahre Queen eben. Der Refrain ist äußerst eingängig. Bei “Bloody Rain” zeigt die Sängerin, wie die bereits genannte Gesangstechnik klingen muss. Sehr rhythmische Riffs und Schlagzeugarbeit. Dafür hat “New Order” zeitweise eine Alternative Schlagseite. Mit “Threatening Stalemate” zeigen die Braunschweiger, dass man auch ein anderthalbminütiges Bass Solo als eigenständigen Song auf ein Album pressen kann. Und das nicht als Lückenfüller. Eher als Überleitung zum nächsten Highspeed-Kracher “Four Horsemen”. Die Gitarren klingen, als würde die Musiker darauf einen Galopp reiten. ^

Queen of Distortion - ThronUnd das Tempo bleibt weiter hoch, auch bei “Save Yourself”. Und immer wieder das beeindruckende Zusammenspiel der Twin-Guitars. Den besinnlichen Ruhepunkt setzt die gefühlvolle Ballade “Torn From Life”. Hier kann man einfach die Augen schließen und vor sich hinträumen. Und das über fast sieben Minuten. Schluchz! Und was für riesiges Gitarrensolo. Nach unzähligen Durchläufen ist dieser Song für mich das absolute Highlight. Zu Beginn von “Into The Void” sind starke folkloristische Elemente zu hören. Aber schon sehr bald donnert auch hier Hochgeschwindigkeits-Metal aus den Boxen. Und Chris tiriliert in höchsten Tönen. Ja auch das kann sie sehr gut. Gitarrensolo – genial, aber das hatte ich ja schon mehrfach erwähnt. Bei dem Video zum Titelsong “Checkmate!” kann man Her Majesty Königin Christine ganz in schwarzem Leder auf ihrem Thron bewundern. Dieser gehört auch zur Bühnendekoration bei Live-Auftritten. Kurz vor Schluss wird es dann auch noch hymnisch, mit dem Midtempo Song “People Without Tears”. Zum Abschluss des regulären präsentieren Queen of Distortion Albträume – “Nightmares”. Aber hier wird man eher zum Headbangen angeregt. Die Gefahr von nächtlichen Schlafstörungen besteht eher nicht. Als Zugabe gibt es dann noch vier Live-Songs zu hören, die kurz zuvor auch als EP veröffentlicht worden sind.

Es gibt Alben, die nutzen sich ab, wenn man sie mehrmals hört. Es gibt Alben, die muss erst mehrfach hören, bevor man Gefallen daran findet, Und es gibt Alben, die auf Anhieb begeistern und bei jedem neuen Durchlauf immer besser werden. Zu letzteren gehört “Checkmate!”. Noch vor einem Jahr war mir die Truppe aus Braunschweig völlig unbekannt. Inzwischen ist das Quintett für mich mehr als nur ein Geheimtipp.

Queen of Distortion – Checkmate! (Official Music Video): https://youtu.be/c3HzS0LSvoI

Lineup:

Christine “Chris T’Anti” Krüger* – Vocals
Torsten Schirmer – Guitar
Mike Richter – Guitar
Carsten Bätge – Bass, Backings Keys
Holger Schilling – Drums

* – Quelle: Encyclopaedia Metallum

Label: Green Bronto Records

VÖ: 02. Juli 2021

Spieldauer: 59:14 / 01:18:04 (mit Bonus)

Titelliste:

  • Throne Of Destruction
  • Bloody Rain
  • New Order
  • Electrified
  • Threatening Stalemate
  • Four Horsemen
  • Save Yourself
  • Torn From Life
  • Rest In Pieces
  • Into The Void
  • Checkmate!
  • People Without Tears
  • Nightmares

Bonus:

  • Four Horsemen (Live)
  • Checkmate! (Live)
  • Into the Void (Live)
  • Rise (Live)

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Ein Gedanke zu “Queen of Distortion – Checkmate!

  1. Pingback: Ein Etikett draufzukleben fällt schwer – Interview mit Queen of Distortion | Keep on Rockin'

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