Firewing – Resurrection

FireWing Resurrection CoverBewertung
Album (40%): 8/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,4/10

Das Symphonic Metal-Universum hat Zuwachs bekommen: FIREWING!

Große Worte. Firewing sind eine neue Band aus den USA. Schon falsch, die Mitglieder stammen aus Brasilien und leben jetzt offensichtlich in den Vereinigten Staaten. Und sie haben bereits einen Plattenvertrag. Mit Massacre Records. Im April erscheint das Debüt-Album “Resurrection”. Und das Quintett startet gleich mit einem Konzept-Album. Es basiert auf der “Dualität zwischen zwei mystischen Kreaturen, die die Wurzeln des Lebens und der Schöpfung der gesamten Menschheit repräsentieren”.

Band picture_NO LOGODas Intro “Prelude: Moonlight Of Despair” ist das erste der fünf (meist) kurzen Instrumentals. Die Band will offensichtlich dem Genre alle Ehre machen. Bombastische Orchestrierung leitet über zum ersten Kracher “Obscure Minds”. Erfreulicherweise erstarren die Jungs nicht in Ehrfurcht vor der Genre-Bezeichnung, sondern rocken kraftvoll los. Schnelle Drums sorgen für einen vorantreibenden Rhythmus. Auch die markante Basslinie springt sofort ins Ohr. Und noch ein Unterschied zu anderen 0815 Veröffentlichungen. Der Sänger singt nicht als Opern-Tenor bzw.-Bariton. Er hat eine angenehm kratzige Stimme. Das wertet den Sound natürlich noch etwas auf. Nach Instrumental Nummer zwei folgt das äußerst melodische “Demons Of Society”. Auch hier sorgt das Schlagzeug für ordentliche Geschwindigkeit und die Gitarren für viel Druck. Dahingegen ist “Far In Time” eine wunderschöne Power-Ballade. Mit einem überragenden Gitarrensolo. Kraftvoll und anpeitschend lieben es die Musiker, so auch beim Titelsong “Resurrection”. Hier wildern Firewing gekonnt in Classic-Rock Gefilden. “Time Machine” ist mit seinen mehr als sieben Minuten Spielzeit ein kleines Kunstwerk in sich. Zunächst ruhige Streicher später setzen nicht minder unaufgeregt die Gitarren und der Sänger ein. Die ersten zwei Minuten glaubt man, es wäre eine Ballade, aber dann legen die Gitarren kraftvoll los. Epischer und progressiver Metal überzeugend miteinander vermischt.  Nach dem ebenfalls episch-progressivem “Eternity” folgen mit “Tales Of Ember & Vishap: How Deep Is Your Heart?” und “Tales Of Ember & Vishap: The Meaning Of Life” zwei Songs, die thematisch zusammengehören und gemeinsam eine Geschichte erzählen, vom ewigen Kampf zwischen “Gut” und “Böse”. Ruhige Passagen wechseln sich ab mit krachendem Metal, immer wieder von großer Orchestrierung unterlegt. “The Essence Of Your Heart” ist dann wieder rasant, aber trotzdem hochmelodisch. Es gehört schon Mut dazu, ein Album mit einem instrumentalen Fünfeinhalbminuten Outro zu beenden. OK der Song heißt nicht Outro, sondern “Epilogue: Sacred Journey”. Aber es dominiert die Orchestrierung, Um den Kreis zum Intro zu schließen, hätte es jedoch nicht unbedingt so lang sein müssen.

Willkommen im im Symphonic/Epic Metal, Firewing. Ich habe in letzter Zeit selten ein Album dieses Genres gehört, das mir so gut gefallen hat. Trotz allem, zum Teil übermäßigen Bombast kommen Rock und Metal nicht zu kurz. Und ich habe auch selten ein Konzept-Album gehört, das so frisch klang und bei dem die sich die Musik nicht in starres Korsett pressen lassen musste. Also ziemlich alles richtig gemacht. “Ressurrection” ist ein rundum überzeugendes Debüt-Album.

FIREWING – Tales Of Ember & Vishap: The Meaning Of Life (Extended Version) (Lyric Video): https://youtu.be/zOe3iGwllU0

Lineup:

Airton Araujo – Vocals
Caio Kehyayan – Guitars
Bruno Oliveira – Guitars / Orchestration
Peter de Reyna – Bass
Chris Dovas – Drums

Label: Massacre Records

VÖ: 23. April 2021

Spieldauer: 58:25

Titelliste:

  • Prelude: Moonlight Of Despair
  • Obscure Minds
  • Chapter I: Acheron’s Ritual
  • Demons Of Society
  • Far in Time
  • Chapter II: Temple Of Helios
  • Resurrection
  • Time Machine
  • Chapter III: Transcending Souls
  • Eternity
  • Tales of Ember & Vishap: How Deep Is Your Heart?
  • Tales of Ember & Vishap: The Meaning Of Life
  • The Essence Of Your Heart
  • Epilogue: Sacred Journey

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