Incursion – The Hunter

AlbumArt_{B5020207-474E-4720-3B29-FC135372C900}_LargeBewertung
Album (40%): 8/10
Cover-Art (20%): 7/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,2/10

Reunions sind in. Viele Bands der achtziger und neunziger Jahre haben in diesem Jahrtausend wieder zusammengefunden. So auch geschehen mit den US-Boys von Incursion. Die erste Schaffensperiode der Band dauerte lediglich vier Jahre, von 1982 bis 1986. Einziges Lebenszeichen aus dieser Zeit ist eine 3-Track-Demo aus dem Jahr 1985. (Quelle: Encyclopaedia Metallum). Danach war es viele Jahrzehnte ruhig um die Band. Erst 2018 fanden drei der vier Gründungsmitglieder wieder zusammen. Ergänzt um zwei weitere Musiker sind Incursion inzwischen ein Quintett. Und mit diesem Lineup nahmen sie in der Alpaca Ranch Recording (Chris Short – Alestorm) ihre Debüt EP auf. Den endgültigen Schliff erhielt die EP im Soundlodge Recording Studio (Deutschland) durch Jörg Uken.

Beim Eröffnungssong herrscht doch etwas Konfusion. In meiner Version sind “I – The Hunter – Prologue” und “II – Warrior Of Destruction” zu einem Song zusammengefasst. Es gibt aber auch Titellisten, da werden beide Songs separat aufgelistet. Wie auch immer. Intro und erster Song gehen nahtlos ineinander über. Das Intro startet mit bratenden Gitarren, bevor man Spoken Words unterlegt von harten von Riffs hören kann. Das Ganze dauert etwa eine Minute. Dann erschallt klassischer 80er Jahre Metal aus den Boxen. Mit allem was dazu gehört. Twin-Guitars sowohl bei den Riffs als auch bei den Hooks und Soli. Und die Stimme von Steve Samson scheint auch aus dieser Zeit zu stammen. Ich verwende diese Wortschöpfung nicht gern, aber hier trifft NWOBHM die Moderne. Im Pressetext wird ein ähnliches Wortungetüm verwendet: New Wave of Traditional Heavy Metal (NWOTHM). Das trifft es genauso gut (oder eben genauso so schlecht). Ob Metal-Hymne “III Guiding Faith”, geradliniger Rocker “IV Fade To Black” oder leicht progressiv angehauchtes Epos “V Kingdom Of The Dead”. Incursion verstehen es, den Geist der achtziger Jahre in einem modernen Soundgewand erklingen zu lassen. Selbst das kurze Outro (erneut mit Spoken Words) kann überzeugen.

Was lange währt wird gut. Das beweist diese EP einmal mehr. Achtunddreißig Jahre nach ihrer Gründung gelingt Incursion ein überzeugendes Debüt. Wenn auch nur in EP-Länge. Ich hoffe, da kommt noch mehr.

Incursion – IV Fade to Black: https://youtu.be/4jYmmuatITw 

Lineup:

Steve Samson – Vocals
Maxx Havick – Guitars
Michael Lashinsky – Guitars
Stone Jamess – Bass
Buddy Norris – Drums

Label: Selbstrelease / No Remorse Records

VÖ: 29. Mai 2020 (digital) / 12. Dezember 2020 (CD, Vinyl)

Spieldauer: 22:18

Titelliste:

  • I – II The Hunter – Prologue & Warrior Of Destruction
  • III Guiding Faith
  • IV Fade To Black
  • V Kingdom Of The Dead
  • VI The Hunter – King Of All The Land.

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