Vanishing Point – Dead Elysium

VP_DE_C_3000x3000Bewertung
Album (40%): 7/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 7,6/10

Vor mehr als sechs Jahren haben die Australier von Vanishing Point ihren letzten Langdreher „Distant Is The Sun“ veröffentlicht.

Mit ihrem sechsten Langspieler „Dead Elysium“ kehren sie zu den epischen und bombastischen Klangwurzeln des großartigen Gesangs, der schweren Gitarren und der betörenden orchestralen Elemente zurück.

So kann man es im Pressetext ihres Labels AFM Records lesen. Außerdem wird von der “Wiederkehr der ikonischsten Melodic Metal Band aus Down Under zu alter Form” gesprochen. Die Promoter haben wieder einmal mit großen Worten nicht gespart. Wer sind eigentlich Vanishing Point? Zumindest sollte man sie nicht mit der gleichnamigen Metal Band aus Japan verwechseln. Die Band ging hervor aus Eye (gegründet Anfang der 90er Jahre). Später stieß Sänger Silvio Massaro dazu. 1995 wurde die Band in Vanishing Point umbenannt. Im selben Jahr stieß der auch noch heute aktive Gitarrist Chris Porcianko dazu. Zwei Jahr später erschien das Debüt-Album “In Thought” Weitere Veröffentlichungen erfolgten in unregelmäßigen Abständen. Bis eben Februar 2014. Die Zeit danach war für die Band offensichtlich schwierig. Ein stabiles und vollständiges Lineup gibt es wohl erst seit diesem Jahr. (Quelle: Encyclopaedia Metallum). Und mit diesem wurde nun das sechste Studio-Album eingespielt.

VP_Pic1Mit dem Titelsong “Dead Elysium” startet das Album. Nach dem Piano-Intro powern die Australier los. Die knallenden Riffs werden von cheesy Keyboard-Melodien unterlegt. Und das ohne nominalen Tastendrücker. Umso erstaunlicher ist dann die doch raue und kraftvolle Stimme von Silvio Massaro. Eingängige Melodieführungen dominieren den Sound von Vanishing Point, selbst bei den Gitarrensolos. Viel Epik versprühen dann auch Songs wie “Count Your Days”, “The Fall” oder “Free”. Etwas dunkler kling hier noch “Salvus”. Eine gewisse Abwechslung gibt es vor allem in Punkto Rhythmus, Klangfarbe und Instrumentierung. Eine Ballade sucht man auf dem Album leider vergebens. Dafür gibt es zehn Rock-Hymnen im Stile der 80er/90er Jahre.

“Dead Elysium” ist ein Album ohne große Höhepunkte. Positiv ist, es gibt unter den Songs aber auch keinen Ausfall. Der Sound ist sauber und druckvoll, lediglich die überschwänglich eingesetzten Keys nerven hin und wieder. Dieses wird aber durch die vielen guten Gitarrensoli wieder etwas ausgeglichen. Hauptzweck der Songs dürfte aber die Verbreitung guter Laune beim Anhören sein. Von der progressiven Ausrichtung früherer Jahre ist nicht viel zu hören. Dafür jede Menge zeitlos schöne Melodic Metal und Rock Melodien. Überragend ist die gesangliche Leistung. Alles in allem kann man von einem gelungenen Comeback sprechen.

Vanishing Point – Dead Elysium (Official Lyric Video): https://youtu.be/nh0j-wIVqEs

Lineup:

Silvio Massaro – Vocals
Chris Porcianko – Guitars
James Maier – Guitars
Gaston Chin – Bass
Damien Hall – Drums

Label: AFM Records

VÖ: 28. August 2020

Spieldauer: 59:41

Titelliste:

  • Dead Elysium
  • Count Your Days
  • To The Wolves
  • Salvus
  • The Fall
  • Free
  • Recreate The Impossible
  • Shadow World
  • The Healing
  • The Ocean

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