Dawn of Destiny – The Beast Inside

Bewertung: 8,5/10

DOD_Cover_2019_1500x1500Dawn of Destiny existieren nun schon seit 2005. Gegründet in Wuppertal von Bassisten Jens Faber wurden in regelmäßigen Abständen neue Alben veröffentlicht. Nach dem sechsten Album “To Hell” wurde es erst mal ruhig um die Band. Vier Jahre sind seitdem vergangen. Inzwischen ist das Quartett beim kleinen Hamburger Label Ram It Down Records unter Vertrag. Im Oktober erscheint nun der langerwartete Nachfolger “The Beast Inside”. Laut Presseblatt ist dies ein ambitioniertes Konzeptalbum.

Thematisch geht es bei ‘The Beast Inside’ um die junge Protagonistin Christine, die von ihrer Mutter getrennt allein in einer fremden Stadt lebt. Viele Verletzungen und Traumata haben bei Christine ihre Spuren hinterlassen und so versucht die junge Frau, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, aber die Angst scheint ihr zu folgen. Als Christine auf einen blinden Mann trifft, fühlt sie sich endlich verstanden – aber der wahre Schrecken steht ihr noch bevor, denn sie muss sich ihrer eigenen Persönlichkeit stellen.

Bei Konzeptalben bin ich immer wieder skeptisch. Häufig muss sich das Songwriting der Story unterordnen. Es gibt aber auch Bands, denen diese Gratwanderung zwischen Story um Komposition hervorragend gelungen ist. Hören wir doch mal, sich Dawn of Destiny hier geschlagen haben.

dawn of destiny band 3Erst Piano, dann schwermetallische Gitarrenriffs – das ist “The Beast Inside A Beauty”. Aber auch schöne Melodien. Das Wechselspiel “The Beauty and the Beast” mal auf ganz neue Weise interpretiert. Nicht Elfengesang gegen Growls sondern harte Rhythmen gegen Melodik. Das gibt diesem Power Metal Song ein kräftige proggige Schlagseite. Geiler Auftakt. Dann “schlägt” das Schicksal zu, melodisch, aber auch etwas düster. Nach dem Kracher zum Auftakt folgt der Midtempo Song ”It’s My Fate”. Gegen Ende kommen auch dann auch die biestigen Growls. Aber Jeanettes Klargesang dominiert. Und der hymnische Charakter des Songs gibt Hoffnung. Und so wird die Geschichte weitererzählt und passend musikalisch umrahmt. Obwohl bei “Pain In Me” hätte ich nicht so einen sträighten Speed Rocker mit massiven Double Bass Einsatz erwartet. Die Schmerzen kann man nur zeitweise erahnen. Da muss man wohl eher auf die Texte achten. Auch im Weiteren ordnen sich die Kompositionen nicht streng dem Konzept unter. weder beim rhythmischen Midtempo von “Fight Your Inner Demons” noch beim geradlinig rockenden “Peace Of Mind”. Dahingegen kann bei “Looking For A Hero” die Suche schon etwas deutlicher hören. “Signs In The Sky” rockt dann wieder munter los. Die alles entscheidende Frage “Why Am I Here?” bringt viel musikalische Abwechslung. Ruhige Melodien wechseln ab mit hektischen Passagen. Und die immer wieder eingestreuten Hymnen sorgen für ein Wechselbad der Gefühle. Dann lassen es Dawn of Destiny noch zweimal krachen (“Already Dead”, “If We Close Our Eyes”) bevor das Album sehnsuchtsvoll endet. “Longing” ist ein eine wunderschöne Klavier-(Power-)Ballade. Hände hochgestreckt und Feuerzeuge an!

Ist “The Beast Inside” ein Konzeptalbum? Sicherlich, Dawn of Destiny erzählen eine Geschichte. Zumindest wir Rezensenten haben auch eine mehrseitige Konzept-Story in die Hand bekommen. Aber erfreulicherweise werden die Kompositionen nicht in ein starres Korsett gepresst. Dawn of Destiny machen das, was sie am besten können, die Grenzen des Power Metal ausloten. Die Ausflüge in den melodischen Metal, Prog Rock sowie die Reise in düstere Gefilde klingen dabei äußerst harmonisch. Und die knappe Stunde Metal wird auch nie langweilig. Ein starkes Album, wohl das beste der Bandgeschichte. Davon hätte ich gern mehr.

Dawn Of Destiny – Already Dead (Official Lyric Video): https://youtu.be/0xr4C905_Ms

Lineup:

Jeanette Scherff – Vocals
Jens Faber – Guitar, Bass
Dirk Raczkiewicz – Keyboards
Philipp Bock – Drums

Label: Ram It Down Records

VÖ: 04. Oktober 2019

Spieldauer: 56:32

Titelliste:

  • The Beast Inside A Beauty
  • It’s My Fate
  • Pain In Me
  • Fight Your Inner Demons
  • Peace Of Mind
  • Looking For A Hero
  • Signs In The Sky
  • Surrounded
  • Why Am I Here?
  • Already Dead
  • If We Close Our Eyes
  • Longing

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