10 Jahre Marias Ballroom mit Frollein Motte & 3 Wishes

Ort: Marias Ballroom, Hamburg-Harburg
Datum: 26. Juli 2019

Einen Monat lang wurde gefeiert. Zehn Jahre Marias Ballroom sind auch Grund genug. Viele Bands, die in den letzten Jahren hier gespielt hatten, kamen erneut und gratulierten Heimo und seiner Crew. Nun stand das vorletzte Konzert auf dem Programm. Zwei Bands die auch schon sehr häufig auf der Bühne des Ballrooms standen. Und mit Frollein Motte sogar eine Band, die auf einer Idee des Clubbesitzers beruht. Am 26 Juni 2015 standen Mandi und Motte Mottlau auf einer kleinen Bühne in der Lounge des Clubs, unter dem etwas sperrigen Namen Das FRollein und Herr Motte, und präsentierten akustische Versionen von Songs ihrer Hauptband beige. 3 Wishes habe ich erstmalig Oktober 2017 live erlebt. Als Support für Rebellious Spirit, natürlich  auch in Marias Ballroom. Nun standen beide Bands gemeinsam auf der Bühne. Die Bilder des Abends kann man auf Flickr sehen.

Heimo

Die beiden Masterminds von beige und Frollein Motte habe ich das letzte Mal vor mehr als einem Jahr getroffen. Ich kann mit der Soft-Pop Neuausrichtung nicht allzu viel anfangen. Da wundert es wohl auch nicht, dass die Show des Septetts gemischte Gefühle bei mir hervorrief. Ja die Melodien sind immer noch schön. Ja die Texte sind wie gewohnt hochklassig. Und auch gesanglich war Frontfrau Mandi sehr gut drauf. Aber die Umsetzung der Kompositionen ist für meinen Geschmack etwas zu seicht. Vor allem bei Songs wie das “Das FRollein”, “Fan” oder “Kompliziert” wurden doch wieder Erinnerungen an frühere Jahre wach. Obwohl auch diese Songs in ihren Arrangements an das Herzpop-Konzept angepasst waren. So richtig wollte der Funke bei mir nicht überspringen. Aber die Motten haben mir Hoffnung für nächstes Jahr gemacht. Am 16. Mai wird 12½-jähriges Jubiläum (Petersilienhochzeit) gefeiert. Da sollen beige wieder “auferstehen”. Ich lasse mich mal überraschen.

Setlist:

  • Mein Herz
  • Wunderkind
  • Der Regen
  • Nein heißt nicht ja
  • Blut
  • Das Frollein
  • Schaufenstermann
  • Jenseits von Abseits
  • Kein Blatt Papier
  • Großes Glück
  • Fan
  • Meine Tränen
  • Am Ende des Lebens
  • Papiermädchen
  • Kompliziert
  • Dein Kleid
  • Freunde

Danach rockten 3 Wishes aus Hamburg die Bühne. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Hatte mich vor zwei Wochen der neue Sound von Michi Degen’s Solo-Projekt (DEGEN) etwas enttäuscht, so kam ich dieses Mal voll auf meine Kosten. Das Quartett nennt ihre Musik Elbcoast Rock. Handgemachte Rockmusik mit viel Groove. Handgemacht? Jein. Die Keyboard-Passagen kamen vom Computer. Ich kann mir gut vorstellen, dass Gitarrist und Multiinstrumentalist Michi Degen diese für das aktuelle Album “Six” selbst eingespielt hat. Da diese für den Gesamtsound des Quartetts aber notwendig sind, wurde hier eben moderne Technik eingesetzt. Das ist auch bei Bands im großen Musik-Business üblich. Das soll aber die Leistung von 3 Wishes keinesfalls schmälern. Da standen hervorragende Musiker auf der Bühne. Michi gehört zu den Besten seiner Zunft. Schlagzeuger Carsten Kohl und Bassist Holger Niedrich stehen ihm in Nichts nach. Apropos Holger. Für ihn war das bereits der zweite Auftritt an diesem Abend. Er sorgte schon bei Frollein Motte für die tiefen Töne. Aber was wäre eine Band ohne Sänger? Mit haben Sammy Barry haben sie genau die Stimme gefunden, die sie brauchen, leicht kratzig, mit angenehmem Timbre. Und sie hatten jede Mange Spaß. Kleiner Running Gag, einige Songs wurden als Ballade angekündigt, waren aber weit davon entfernt. Schelmische Bemerkung von Sammy, “aber wir versuchen es”. Warum dann aber die wunderschöne Ballade “The River” nicht auf der Setlist stand, ist mir allerdings unklar. Selbstverständlich durften 3 Wishes die Bühne nicht ohne Zugabe verlassen.

Setlist:

  • No More War
  • This Beat Is Mine
  • Leave Me Alone
  • Fire In Your Eyes
  • Fallen From Grace
  • The Runaway
  • Super Soul
  • Bad Girl
  • Bring Me Back To Live
  • Head In A Hustle
  • The Rise
  • More Than Words
  • What I Feel For You
  • Take My Soul

Zugabe

  • Black Rose

Ich möchte mich hier noch mal ALLEN Gratulanten anschließen. Was Heimo mit seiner Crew in nur zehn Jahren aufgebaut hat ist aller Ehren wert. Die Jubiläums-Konzerte hätten aber mehr Zuschauer verdient. An beiden Tagen, an denen ich dort war, war der Zuschauerraum sehr überschaubar. An den anderen Abenden war es meines Wissens nicht viel anders. Lag das an der Ferienzeit in Hamburg? An der Hitze? Ich weiß es nicht. Ich hoffe aber der Ballroom kann seine Erfolgsgeschichte weiter fortschreiben. Auf die nächsten zehn Jahre.

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