Kissin‘ Dynamite – Europe in Ecstasy Tour – Hamburg

Ort: Markthalle, Hamburg
Datum: 06. April 2019

2006 wurden sie als Schülerband gegründet, Kissin’ Dynamite. Zwei Jahre später erschien das Debütalbum “Steel Of Swabia”. Mit der Präzision eines Uhrwerkes legten die Schwaben aller zwei Jahre dann mit neuem Material nach. Bis auf das Debüt konnten sich alle Alben in den deutschen Top 100 platzieren. Das 2018er “Ecstasy” schaffte es sogar auf Platz 7 und landete auch in Österreich (52) und der Schweiz (30) in den Charts (Quelle Wikipedia). So konnte man gestärkt auf Europa-Tournee gehen. Viele Shows waren ausverkauft. So gab es auch für Hamburg bereits seit Wochen keine Tickets mehr. Die Bilder des Abends kann man auf Flickr sehen.

Eigentlich hatten John Diva & The Rockets of Love für März/April eine eigene Headliner-Tour geplant. Diese wurde auf den Herbst/Winter 2019 verschoben. Immerhin bekommt man nicht jeden die Chance, eine Band wie Kissin’ Dynamite zu supporten. Deshalb präsentierten sie an diesem Abend ihr neues Album “Mama Said Rock Is Dead”. Wer die Jungs um John Diva bisher nur als 80er Jahre Hardrock-Cover-Band kannte, erlebte hier eine Überraschung. Mit ihren Eigenkompositionen uns die Kalifornier mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. Ich konnte mich bereits mehrfach von den musikalischen Qualitäten der Band überzeugen, zuletzt im Logo. Auch an diesem Abend konnten sie erneut überzeugen. Beide Gitarristen beeindruckten immer wieder mit großer Spielfreude und großartigen Riffs fast im Minutentakt.  Das war gute Laune Hard Rock in Perfektion. Auf die Show kurz nach Weihnachten im Knust freue ich mich jetzt schon.

Setlist: John Diva & The Rockets of Love

  • Get it On
  • Whiplash
  • Lolita
  • Blinded
  • Wild Life
    Drumsölö
  • Rock’n’roll Heaven
  • Toxic
  • Dance Dirty
  • Rocket of Love

Nach dieser großartigen Show stellte sich die Frage, können Kissin’ Dynamite das noch überbieten? Als das Intro erklang, hang noch ein Vorhang vor der Bühne. Als dieser fiel, lieferte der frenetische Jubel der Fans die Antwort. Und dann folgte ein knapp zweistündiger Triumphmarsch. Die Fans sangen laut und textsicher mit. Sänger Hannes Braun war regelrecht überwältigt. Er erinnerte sich noch an die erste Headliner-Show in Hamburg, 2012 im gerade zur Hälfte gefüllten Logo. Obwohl der Schwerpunkt auf der aktuellen CD lag, spielten die Schwaben an diesem Abend auch viele Songs ihrer früheren Alben. So auch den Titelsong ihres Debüts “Steel of Swabia”. Bei “Ecstasy” kam Anna Brunner (Exit Eden) mit auf die Bühne. Diesen Song hat sie auch auf dem gleichnamigen Album gemeinsam mit Hannes Braun eingesungen. Darüber hinaus stand sie auch beim nachfolgenden “Sleaze Deluxe” sowie beim letzten Song des Abends “Flying Colours” auf der Bühne. Und Kissin’ Dynamite zeigten, dass sie nicht nur straight losrocken können. Bei der Ballade “Heart of Stone” wurde für den Sänger ein Klavier auf die Bühne geschoben. Die Fans kamen der Aufforderung nach, mit ihren Handy-Lichtern für die passende Atmosphäre zu sorgen. Zusätzlich standen zwei Flammenschalen auf der Bühne. Nach diesem besinnlichen Zwischenspiel rockten die Schwaben aber wieder richtig los.Bandhits wie “Six Feet Under” oder “I Will Be King Play” sorgten erneut für Riesenstimmung. Bei letzterem war ein Thron hinter dem Schlagzeug aufgebaut. König Hannes, stilecht mit Zepter und rotem Umhang, setzet sich und huldigte seinen Fans. Mit einer Pyro-Fontäne endete der reguläre Teil der Show. Aber das war noch nicht das Ende. Mit drei weiteren Songs ging der Abend in die Verlängerung.

Setlist Kissin’ Dynamite:

  • Intro
  • I’ve Got the Fire
  • Somebody’s Gotta Do It
  • Money, Sex & Power
  • Love Me, Hate Me
  • She Came She Saw
  • DNA
  • Sex Is War
  • Ecstasy
  • Sleaze Deluxe
  • Breaking the Silence
  • Heart of Stone
  • Waging War
  • Steel of Swabia
  • Six Feet Under
  • I Will Be King Play

Zugabe:

  • Still Around
  • You’re Not Alone
  • Flying Colours

Was war das für eine Show. Zwei Bands, die den Hard Rock und Glam Rock perfekt zelebrierten. Ein Publikum das drei Stunden gnadenlos abfeierte. Dazu guter Sound und Klasse-Lichtshow. Was will der Rock-Fan mehr.

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