Ram It Down Label Night 2018

Ort: Indra Club 64, Hamburg
Datum: 24. November 2018

Vor wenigen Monaten wurde das Label Ram It Down Records erst gegründet. Die erste Veröffentlichung war eine Vinylausgabe des Debüt-Albums von Northward (Floor Jansen – Nightwish, Jorn Viggo Lofstad – Pagan’s Mind) unter Lizenz von Nuclear Blast. Einen Tag vor der Show erschienen dann neue Album der ersten beiden Bands, die das Label unter Vertrag genommen hat, Torian aus Paderborn und Dystopolis aus Bremen. Beide Bands präsentierten an diesem Abend ihre Alben der Öffentlichkeit. Das Indra auf Hamburg St. Pauli lieferte den würdigen Rahmen für diese Double Release Party. Die Bilder des Abends kann man auf Flickr sehen.

Den Abend eröffneten die Hamburger Terra Atlantica. Den “Unterwasser” Power Metal konnte ich vor zwei Jahren bereits live erleben. Gekleidet, wie die alten Atlanter, präsentierte die Band fünf Songs ihres Debüt-Albums “A City Once Divine” (2017). Aber Stillstand gibt es nicht. So gab es mit “Quest Into The Sky” einen Ausblick auf das neue Album, an dem die “Bewohner des versunkenen Kontinents” zurZeit arbeiten. Ein epischer Auftakt des Abends.

 

Setlist Terra Atlantica:

  • The Avenging Narwhal
  • Sails In The Night
  • Poseidon’s Wrath
  • Quest Into The Sky
  • When Walls Will Fall
  • Atlantica

Nach der Legende aus der Vergangenheit folgten düstere Ausblicke in die Zukunft. Dystopolis, die Fans von Endzeitdramen à la “Mad Max”, “Blade Runner” oder “Matrix” sind, ließen sich auch von Mikrophon-Problemen nicht beeindrucken. Logischerweise klangen Dystopolis düsterer als die anderen beiden Bands des Abends. Aber nicht weniger episch. Und auf jeden Fall wesentlich melodischer als ihre (historischen) Kollegen, “Die Bremer Stadtmusikanten”. Zwinkerndes Smiley Schwerpunkt des Abends war das am Vortag veröffentlichte Album “V.EN.O.M”. Aber auch zwei Songs vom Debüt “Sons Of The Silent Age” (2011) waren zu hören. Natürlich zollten sie auch ihren Heroen Tribut, mit dem Iced Earth Cover “The Hunter”. Es gab viel Beifall. Aus Zeitgründen konnten Dystopolis keine Zugabe spielen, obwohl diese von den Fans vehement gefordert wurde.

Setlist Dystopolis:

  • Arndale
  • Lords Of Sand
  • Metro
  • The Hunter (Iced Earth Cover)
  • Necrofusion Power Plant
  • Anthem For A Stalker
  • Painkiller
  • Black Gates
  • Noah’s Isle
  • Dining With Gods
  • The Corporation

Die Großstadt Paderborn habe ich in der Vergangenheit bereits mehrfach besucht, allerdings immer nur dienstlich. So hatte ich natürlich kein Auge für den Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge. Und aus der Metropole in Nordrhein-Westfalen westlich dieser historischen Landschaft waren Torian angereist. Wie ihre Label-Kollegen Dystopolis veröffentlichten sie am Vortag ihr neues Album “God Of Storms”. Nach dem sie ihre Show mit dem Titelsong der EP “Phantoms On The Past” (2015) eröffneten, stellten sie das komplette Album live auf der Bühne vor. Extra für die Shows zu ihrem neuen Album haben Torian ein neues Backdrop anfertigen lassen, das in diesem Abend erstmalig verwendet wurde. Das war feinster Power Metal im Stile von Orden Ogan, Gamma Ray oder Dream Evil. Es war schon fast Mitternacht, als zwei weitere Songs der 2015er EP als Zugabe gespielt wurden.

Setlist Torian:

  • Phantoms On The Past
  • Old Friend Failure
  • Evil vs. Evil
  • Far From Midian Sky
  • Unbowed, Unbent, Unbroken
  • Saint Of The Fallen
  • Crimson Born
  • Blackened Souls
  • Stonehearted Nation
  • Thousand Storms
  • The Glorious Downfall

Zugabe

  • Diamonds And Tyrants
  • Torian

Trotz kleinerer technischer Probleme war das eine äußerst gelungene Veranstaltung. Der Sound war gut, die Lichteffekte wurden dezent eingesetzt. Alle drei Bands konnten musikalisch voll und ganz überzeugen. Leider war das Indra nicht ausverkauft, so dass es doch immer wieder Lücken vor der Bühne gab. Mein Dank gilt dem jungen Label Ram It Down Records aus Hamburg, allen drei Bands und auch dem Team des Indra. Ich freu mich jetzt schon auf die zweite Label Night. Ich bin mir sicher, dass Ram It Down auch künftig weitere gute und interessante Bands unter Vertrag nehmen kann. Es wäre gut für die Metal-Szene und natürlich auch gut für uns Fans, wenn weiterhin kleinere und wenig bekannte Bands bei der Produktion und Veröffentlichung ihrer Alben unterstützt werden.

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